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VHS- Statistikbericht 2017 online! Bestes Ergebnis der VHSen in ihrer Geschichte.

07.2017 | Wien

MARKANTE DATEN IM VHS-ARBEITSJAHR 2015/16

Im Kurs Jahr 2015/16 konnten insgesamt 51.122 Kurse (inkl. gesamter Weiterbildung für MitarbeiterInnen) gezählt werden, das bedeutet eine Zunahme der durchgeführten Kurse im Vergleich zum Arbeitsjahr 2014/15 um 8,7 %. Von den Kursen hatten rund 49% weniger als 15 Unterrichtseinheiten, rund 37% zwischen 15 und 30 Unterrichtseinheiten und rund 14% über 30 Unterrichtseinheiten.

An österreichischen Volkshochschulen wurden 1.061.586 Unterrichtseinheiten angeboten, ein Plus von 19,1%. Die Teilnahmen (inkl. Weiterbildung von Kursleiterinnen) stiegen um 8,5% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind im Kurs-Jahr 2015/16 523.098 Teilnahmen (inkl. gesamter Weiterbildung für MitarbeiterInnen) zu verzeichnen. Dies bedeutet in jeder Hinsicht das beste Ergebnis der Geschichte der Volkshochschulen! Zusätzlich wurden 8.733 Einzelveranstaltungen mit 256.769 Besuchen angeboten.

Der bisherige Höchststand an Teilnahmen wurde im Arbeitsjahr 1999/00 mit 507.705 Teilnahmen erreicht.

Der Frauenanteil ohne Berücksichtigung der internen Weiterbildung sinkt deutlich auf 72,1% aller Teilnahmen. Rund 27,9% der Teilnahmen sind Männer, an ihrem Anstieg im Kursjahr 2015/16 liegt die Verschiebung der Geschlechterproportion! Die durchschnittliche Belegungszahl der Kurse liegt bei 10,2 Teilnahmen pro Kurs. Die größte Angebotsdichte hat Salzburg (15,7 Kurse je 1000 EinwohnerInnen), die durchschnittliche Angebotsdichte liegt bei 5,9 Kursen pro 1000 EinwohnerInnen. Die größte Weiterbildungsdichte ist ebenso in Salzburg mit 169,7 Teilnahmen je 1.000 EinwohnerInnen gegeben. Österreichweit liegt die Weiterbildungsdichte bei 60,5 Teilnahmen je 1.000 EinwohnerInnen.

FACHBEREICHE

Seit Jahren quantitativ stärkster Fachbereich bezogen auf die Teilnahmen ist der Fachbereich „Gesundheit und Bewegung“ (früher: „Körper und Gesundheit“). Der Fachbereich erreicht mit fallender Tendenz 40,6% der Teilnahmen. Im Fachbereich „Sprachen“ wurde dieses Jahr - in Bezug auf den Anteil an den Teilnahmen – eine Steigerung verzeichnet. Er bleibt mit 25,9% Teilnahmeanteil deutlich der zweitstärkste Fachbereich.

Ein anderes Bild zeigt die Anzahl der Unterrichtseinheiten. Bezogen auf die Unterrichtseinheiten ist der Fachbereich „Sprachen“ mit einem Anteil von 39,6% an erster Stelle vor dem Fachbereich 2. Bildungsweg (25%) und „Gesundheit und Bewegung“ mit 21,5% Anteil an den Unterrichtseinheiten.

„Kreativität und Gestalten“ (früher: „Kreativität und Freizeit“) verliert mit 9,8% Anteil an den Gesamtteilnahmen erstmals den Platz als drittstärkster Bereich. Der Bereich „Grundbildung und 2. Bildungsweg“ steigt auf 13% Teilnahmeanteil und wird drittwichtigster Bereich. Der Fachbereich „Politik, Gesellschaft und Kultur“ hat 6,3 % Anteil an den Gesamtteilnahmen. Der Fachbereich „Berufliche und berufsorientierte Bildung“ (früher: „Wirtschaft und Verwaltung“) ist im aktuellen Arbeitsjahr auf 3,3% gefallen. „Naturwissenschaft und Technik“ steht bei 1,1%. Relativ neu erhoben werden die Fachbereiche der Einzelveranstaltungen, hier zeigt sich ein anderes Bild. Die stärksten Fachbereiche der Einzelveranstaltungen bezogen auf die Teilnahmen sind mit 45% der Fachbereich „Naturwissenschaft, Technik und Umwelt“ gefolgt vom Fachbereich „Gesellschaft, Politik und Kultur“ mit 36,8% (vgl. Diagramm 3).

ALTERSSTRUKTUR

Die Altersstruktur der Teilnahmen der Volkshochschulen weist im mittleren Altersspektrum ein vergleichbares oder jüngeres Publikum (bis 49) auf als die EinwohnerInnenstruktur. Mit dieser Statistik kehrt sich ein Trend um (Tendenz bereits 2014/15): die 30 – 39 Jährigen sind wieder die stärkste Altersgruppe mit 15,6%. Der Anteil der 20- bis 49-Jährigen in ihrem Anteil an den gesamten VHS-Teilnahmen liegt bei fast 43% (41% der Bevölkerung sind zwischen 20 und 49 Jahren), die 20- bis 59 Jährigen machen rund 60% der VHS-Teilnahmen aus (rd. 56% der Bevölkerung sind zwischen 20 und 59 Jahren).

Am deutlichsten unterrepräsentiert sind die über 70-Jährigen (6,6% der Teilnahmen) und die unter 15- Jährigen (11,1% der Teilnahmen mit deutlicher Steigerung). Die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen, die seit 2007/08 die stärkste Gruppe war, fällt mit einem Anteil von 14,5% an den Teilnahmen seit der Statistik 14/15 wieder knapp hinter die 30- bis 39-Jährigen (15,6%) zurück. In der Bevölkerung stellen die 30- bis 39-Jährigen 13,2% und die 40- bis 49-Jährigen 15,1%. Die 30- bis 39-Jährigen, bis 2007/08 stärkste Gruppe und ab 2015/16 wieder stärkste Gruppe, stehen bei einem Anteil von 15,6% an den Teilnahmen wieder an erster Stelle. Die Gruppe der 50-bis 59-Jährigen ist mit einem Anteil von 14,6% die am drittstärksten vertretene Altersgruppe, vor der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, diese hält bei 13,1%.

BERATUNGEN UND PRÜFUNGEN Im Arbeitsjahr 2015/16 wurden rund 324.872 Bildungsberatungen durchgeführt. Seit 2008/09 wird diese Aktivität differenziert erfasst und ab Seite 30 in diesem Bericht dargestellt. Weiters wurden im aktuellen Arbeitsjahr auch Prüfungen sowie Teilnahmen an Prüfungsvorbereitungskursen erfasst. Details dazu finden sich in Tabelle 26. Volkshochschulen und ihre Verbände sind außerdem zunehmend in vielen Bildungsprojekten tätig, deren Erfolg sich nicht an Teilnahme- oder Kurszahlen ablesen lässt. Auch darüber informiert diese Statistik.

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